HISTORY
| Samstag, 10. November 2007 | |
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Die Band Gnadenlos Platt hat in ihrer kurzen Geschichte einige stürmische Zeiten erlebt – ganz so, wie es sich für eine nordische Rockband gehört. Die Geburtsstunde datiert in der Mitte der Neunziger, als Arnzi, der schon immer gerne seine Beobachtungen niedergeschrieben hat, auf die Idee kam, diese in Versform zu verpacken und mit richtiger Rockmusik zu vertonen. Schließlich gab es zu dieser Zeit in plattdeutscher Sprache, der sich Arnzi verbunden fühlt, kaum etwas außer Volksmusik, Shantys und Schlager. Ein neuer Sound musste her, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert! 1996 war es dann endlich soweit – Arnzi hat ein paar erstklassige Musiker von seiner Idee überzeugen können, plattdeutsche Rockmusik zu machen und er hatte bereits einen ersten vertonten Songtitel. „Heuner op de Flucht“ ist quasi die gnadenlose Initialzündung der plattdeutschen Art und erzählt ein eigenwilliges Gleichnis von Federvieh und käuflicher Liebe. In Ovelgönne, bei der Fa. Music-Stage, fand die erste Bandprobe statt. Am Schlagzeug saß damals noch der Inhaber der Fa.Music-Stage, Axel Wiesenberg. Gleich bei der ersten Probe war klar – das ist etwas Neues, das macht Musikern und Publikum gleichermaßen Spaß! Die Texte, die Arnzi angesammelt hatte wurden nach und nach zum Leben erweckt und es formierte sich der unnachahmliche Stil von Gnadenlos Platt, der auch viele Jahre später durch witzige und hintergründige Texte und lebendige Musik nichts von seinem Charme eingebüßt hat. Ein alter Hühnerstall bei Arnzis Freund Ingo Hausschild in Lüsthoop wurde 1997 das neue Domizil für gnadenlose Bandproben und alle Musiker haben mitgeholfen, aus dem Abstellraum einen gemütlichen Bandraum zu zaubern. Nun war der Eroberung des plattdeutschen Sprachraumes nichts mehr entgegenzustellen und nach einigen erfolgreichen Auftritten im Umkreis des Alten Landes wurde die erste CD, natürlich mit dem Titel "Heuner op de Flucht" produziert. Fernsehen und Rundfunk wurden schnell auf den neuen Sound aus dem Norden aufmerksam. Durch zahlreiche Fernsehspots und Teilnahme bei großen Events, wie bei der Illegal 2001-Tour, mit Trini Lopez, Klaus & Klaus, der norddeutsche Hitparade und durch Radioauftritte (Country Hitparade Platz 7 bei HH 90,3 nicht zu vergessen die Charts von Radio Hamburg) wurde das Markenzeichen „Gnadenlos Platt“ auch über die Grenzen der plattdeutschen Gemeinde bekannt. Kurze Zeit nach dem ersten CD-Erfolg war aufgrund von Arnzis schöpferischem Overkill und der guten kompositorischen Zusammenarbeit mit den gnadenlosen Musikern ein zweites Album unausweichlich. „nich lang schnacken“ hieß die 2.CD und bescherte der Band einen vollen Tourkalender. Der Konserven-Klassiker „Big Brother“ brachte einen temporären Superstar namens „Zlatko“ hervor, der sich mit einem Titel in die deutschen Charts katapultierte, der große Ähnlichkeiten mit einem Gnadenlos-Platt-Hit hatte. Große Presseberichte in allen deutschen und europäischen Zeitungen über die Streitigkeiten mit Zlatkos Hit ,,Ich vermiss dich wie die Hölle“ und ein Ansturm der Fernsehsender RTL, SAT1 usw. machten Gnadenlos Platt unfreiwillig über Nacht bundesweit bekannt. Doch auf diesem geliehenen Ruhm hat sich Gnadenlos Platt nicht ausgeruht sondern unermüdlich die wachsende Fangemeinde mit neuen Songs belohnt. Zwischendurch hat sich die Zusammensetzung von Gnadenlos Platt einige Male geändert. Musiker gingen und Musiker kamen, aber drei Dinge blieben Gnadenlos Platt bis heute erhalten: Arnzi als schwergewichtiger Frontmann und Seele der Band, Schmolli mit dem Blendax-Lächeln als Tastendrücker und Quetschkommodenspieler und natürlich die unnachahmliche Musik mit den hintergründigen und witzigen Texten aus Arnzis Feder. Das dritte Album „Alle Mann Anne Ruder“ ist bereits erschienen und stellt in Sachen Professionalität wiederum einen Quantensprung dar. Für den norddeutschen Raum ist Gnadenlos Platt damit bereits zu einer musikalischen Institution geworden. „Musikalisches Gebölk, scheune Melodeen mit donnernden Schlagtüch, hartliche un rüge Gesäng mit knurrenden Gitarrenriffs un swetdrievenden Rockn-Roll Gruuvs“ eben............Gnadenlos Platt! |